Die alte Brücke

Ein Kulturdenkmal wird von Grund auf saniert

Alte Brücke
Diese Brücke über die Oster, im Volksmund Römerbrücke genannt, ist wohl um 1550 erbaut worden. Sie ist in Sandsteinquadern ausgeführt und hat 4 Bogen, die von abgefasten Blindbogen begleitet werden. Die Pfeiler sind in Fließrichtung der Oster rechteckig und flussufwärts spitz gestaltet.
Rundbogenbrücken dieser Art sind im süddeutschen Raum inzwischen selten. Die Brücke dient, nach Neubau der daneben liegenden Straßenbrücke, als Fußgängerbrücke.
Restaurierung erfolgte 1999 durch die Stadt Ottweiler

"Es ist ein großer Tag für Fürth", sagte der Ottweiler Bürgermeister Hans-Heinrich Rödle beim offiziellen Beginn der umfangreichen Sanierungsarbeiten an der sogenannten "Römerbrücke", einem Kulturdenkmal im Sinne des saarländischen Denkmalschutzes.

"Nach Aussage des Landeskonservators handelt es sich sogar um ein Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung", informierte Rödle. Erstmals erwähnt wurde die Brücke in einem Schrifttum aus dem Jahr 1932.

Demnach soll sie um das Jahr 1550 erbaut worden sein. Zu dieser Zeit war Ottweiler eine Grafschaft und Graf Johann erreichte im gleichen Jahr bei Kaiser Karl V. die Erhebung seiner Residenz Ottweiler zur Stadt. Seit dem Neubau der Straßenbrücke in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Brücke von den Fürther Bürgern nicht mehr benutzt. Es wird vermutet, dass der Belag auf der Brücke entfernt wurde, was dazu führte, dass die Brückenkonstruktion ohne Schutz gegen eindringendes Regenwasser war.

Hinzu kommt außerdem, dass die Brücke im Überschwemmungsgebiet der Oster liegt und das Hochwasser auch von unten Schäden verursacht hat.
Weitere Schäden an der Konstruktion der Brücke entstanden durch die Veränderung des Flusslaufes der Oster, in der Form, dass der Fluss die Brücke nicht mehr gleichmäßig durchströmte.

Bis vor einigen Jahren fristete die alte Brücke ein sehr stiefmütterliches Dasein. Auf Wunsch der Fürther Bevölkerung, des Ortsrates und des Heimat- und Kulturvereins Fürth begannen gemeinsame Überlegungen, wie die einmalige und historische Brücke zu retten sei. Auch der Denkmalrat hatte die Brücke seinerzeit wieder entdeckt und am 12.Juni.1995 eine Resolution zur Erhaltung des Kulturdenkmales verabschiedet.

Mit dem Landesamt für Straßenwesen, dem Landes- konservatorsamt und der Deutschen Stiftung Denkmals- chutz hat man einen guten Weg gefunden, die notwendige Finanzierung aufzubringen.

Bei dem Neubau der Straßen- brücke ist die Römerbrücke für die Nutzung als Fuß- und Radwegbrücke in das Gesamt- konzept mit einbezogen worden.

Die neue Straßenbrücke konnte etwas schmäler ausgeführt wer- den, sodass die eingesparten Mittel bei dem Finanzierungsplan für die Sanierung der mittelalter- lichen Brücke eingesetzt werden konnten.

Durch die verringerte Breite der neuen Straßenbrücke hat sich der Abstand zur alten Brücke vergrößert, sodass die vom Landesdenkmalamt und Landeskonservator eingeforderte Würde des Kulturdenkmals wieder hergestellt werden konnte. Allerdings konnte man sich über die Ausführung des Brückengeländers nicht recht einig werden. Die Meinungen der Experten gehen in punkto Sicherheit heutiger Richtlinien und historischer Vorgaben auseinander.

Der unansehnliche Bauzaun an der historischen Brücke wurde somit am Montag, dem 24. März 2003 von ehrenamtlichen Kräften des Heimat- und Kulturverein Fürth entfernt. Zuvor wurde das vorhandene Brückengeländer mit einem weiteren Zaun "verkehrssicher" gemacht. Sehen Sie selbst. Ich denke - das Resultat kann sich sehen lassen.

Der BRÜCKENHEILIGE JOHANNES NEPOMUK auf der alten Brücke


im Jahre 2015 gestiftet von den Berg- und Wanderfreunden Fürth

Johannes Nepomuk wurde um 1350 als Johannes Welfin in Pomuk bei Pilsen geboren. Er verstarb am 20.03.1393 in Prag.

Legende
: Der Legende nach, die zur Heiligsprechung des Johannes Nepomuk führte, ent- sprang sein Streit mit König Wenzel nicht dem kirchenpoli- tischen Konflikt, sondern seiner Weigerung, das Beichtgeheimis zu brechen.
Demnach habe er als Priester dem König nicht preisgeben wollen, was ihm seine der Untreue verdächtigten Frau ihm anvertraut hatte. Deshalb ließ König Wenzel ihn foltern und anschließend von der Prager Karlsbrücke stürzen.
Seine Hilfe wird erbeten bei Verleumdung, bei Wassergefahr und steht für die Ehre und Verschwiegenheit.


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