Presseberichte 2018

An alle Fürther Bürger/innen, Ortsvereine und Organisationen !

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Rede des Bürgermeisters der Stadt Ottweiler anlässlich des Neujahrsempfangs im Schlosstheater
Ingo Jaudt begeistert Kinder für die Post
Die Versorgung im Ostertal ist gesichert

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Rede des Bürgermeisters der Stadt Ottweiler
anlässlich des Neujahrsempfangs im Schlosstheater

Gemeinsam für Ottweiler, so lautet das Motto des Ottweiler Bürgermeisters Holger Schäfer, der gemeinsam mit der Stadtverwaltung sowie mit dem Heimat- und Verkehrsverein der Stadt, vertreten durch die 1. Vorsitzende Brigitte Meister, zum Neujahrsempfang in das Schlosstheater einlud. Der Einladung waren etwa 400 Gäste gefolgt – als Vertreter der Landesregierung Staatssekretär Roland Theis, Landrat Sören Meng, Vertreter des Landtages, des Kreistages, des Stadtrates und der Ortsräte und Repräsentanten des öffentlichen Lebens, darunter eine Vielzahl von ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Musikalisch umrahmt war der Empfang von der Jazz-Kombo „Jazz for fun“ unter der Leitung von Karl Gerd Schäfer (Leiter der Musikschule der Stadt Ottweiler).

Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Das Jahr 2017 liegt nur wenige Tage hinter uns. Ein Jahr, welches von zahlreichen Naturkatastrophen und auch politischen Erdbeben erschüttert wurde. Ein Jahr, in dem terroristische Anschläge weltweit für chaotische Zustände sorgten. Ein Jahr, indem digitale Assistenten wie Fitness-Tracker, ALEXA, SIRI, Bixbie und Co für viele zum ständigen Wegbegleiter wurde. 2017, ein Jahr in dem auch die Weltpolitik vielen absurd erschien und die Satiresender sich wöchentlich mit guten Sendungen überboten.

Im Rückblick ist sicherlich erwähnenswert, dass Amerika mit seinem neu gewählten Präsidenten, aber auch die Türkei mit der feierlichen Schließung der letzten Zeitungsredaktion, ganz besonders zum vergangenen Jahr beitrugen. Auch sorgten Spanien mit Katalonien und Polen mit der Justizreform für Unruhe. Großbritannien schloss mit der EU die Phase 1 des BREXIT ab. Frankreich wählte seinen jüngsten Präsidenten so wie auch Österreich, inclusive eines leichten Rechtsruckes.

Und in Deutschland erreichten uns heftige Bilder aus Hamburg im Zuge des G20-Gipfels.Als drittstärkste Kraft rückte in den Bundestag eine Partei ein, die sich „In ernster Sorge vor politischen und wirtschaftlichen Fehlentwicklungen in Deutschland und in der Europäischen Union“ (Auszug aus Präambel) sieht. Und eine Regierungsbildung nach der Bundestagswahl ist, ich sage es mal salopp, auf dieses Jahr verschoben.
An dieser Stelle möchte ich unseren Bundespräsidenten, Herrn Frank-Walter Steinmeier zitieren, der am 3. Oktober 2017 in seiner Rede bei der zentralen Einheitsfeier in Mainz zum Ergebnis der Bundestagswahl sagte:
"Es sind andere Mauern entstanden, weniger sichtbare, ohne Stacheldraht und Todesstreifen - aber eben doch Mauern, die unserem gemeinsamen "Wir" im Wege stehen." Ich denke, dies beschreibt die Situation sehr treffend. Und es gab viel Trauer um große Persönlichkeiten der Politik und Kultur, die uns vergangenes Jahr verließen.
Alt-Bundespräsident Roman Herzog, Alt-Kanzler Helmut Kohl, Roger Moore alias James Bond, und Rock`n Roll Legende Chuck Berry, verstarben.

Aber auch viel Gutes gibt es zu Sagen. So schrieb „Die ZEIT“ in ihrem Jahresrückblick „56 Dinge, die in diesem Jahr gut waren“. (In 2016 waren es noch 71 – nun ja.) Hier eine kleine Auslese:

 

der Berliner Flughafen soll im Oktober 2020 eröffnet werden,
die Ehe für homosexuelle Paare wurde beschlossen,
die Roaming-Gebühren wurden in der EU abgeschafft,
Wir haben
500 Jahre Reformation erlebt.
Der IS wurde aus seiner Hauptstadt Al Rakka vertrieben.
Der Iran will weiterhin auf die Entwicklung von Nuklearwaffen verzichten.
Die Paradise Papers machen Druck auf Steueroasen.
Erstmals WM-Gold im Speerwurf gab es,
die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gewann den Confed Cup und die U21 die Europameisterschaft,
in der Fußball-Bundesliga pfeift die erste Schiedsrichterin,
und "I bims" ist das Jugendwort des Jahres.

In Ottweiler gibt es im Rückblick als Wesentliches zu sagen, dass

 

die Staatsanwalt Saarbrücken die Ermittlungen gegen den Stadtrat und mich wegen Vorteilnahme im Amt bzgl. des Windparks in Lautenbach eingestellt hat, da die Vorwürfe alle haltlos waren,
unsere französischen Freunde aus Saint Remy zu Gast waren und dies zum 35. Jubiläum,
uns eine Schulklasse aus unserer griechischen Städtepartnerstadt Vrillissia besucht hatte,
Saarlands Bester im November mit „Posti Ingo“ aus Ottweiler kommt,
wir ein Verkehrskonzept in unserer Altstadt erprobten um die Aufenthaltsqualität zu verbessern und den verfügbaren Parkraum besser zu nutzen,
endlich die Förderbescheide für die Sporthalle im alten Weiher sowie der EU-Förderbescheid für das Bahnhofsgebäude eingegangen sind,
wir umfangreich in die städtische Infrastruktur investiert haben, und dies in allen Ortsteilen,
der Neubau der Fußgängerbrücke am Bahnhof ist abgeschlossen mit einem Investitionsvolumen von 1,3 Mio €,

Intensive Straßeninstandsetzungen, auch von Feldwegen, von insgesamt 1,5 Mio € Investitionsvolumen wurden getätigt,

 

alleine bei diesen beiden Projekten unterstützte die Landesregierung mit 1,3 Mio € Fördermitteln,
die Maßnahmen in der Linxweilerstraße in Ottweiler-Zentral (für LfS) wurde dabei noch nicht ganz abgeschlossen,
ebenso die Straßen- und Kanalsanierung in Fürth.
Zwei Neubaugebiete wurden erschlossen.

Für den Brandschutz wurden

 

zwei neue Feuerwehrfahrzeuge „In Dienst“ gestellt und in die FWGH investiert
der Breitbandausbau im Stadtgebiet Ottweiler durch Inexio und Telekom sollte nicht nur wegen den Verkehrsstaus erwähnt werden,
ohne Baustelle kein Fortschritt! -
fast unbemerkt wurden 2,5 Mio € bei der Kanalsanierung  vergraben.
Mehrere Vereine erhielten eine finanzielle Förderung des landesweiten Programmes „das Saarland zum Selbermachen“,
und auch aus der Bürgerstiftung des Landkreises Neunkirchen sowie dem Modellvorhaben „LandAufSchwung“ erfuhren wir Unterstützung.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem vergangenen Jahr. Ich möchte allen Akteuren recht herzlich für die gute Zusammenarbeit danken. Viele haben mit angepackt um unsere Stadt voranzubringen.

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
was erwartet uns 2018? 2018 fing eigentlich gut an. Der "Majestätsbeleidigungsparagraf" ist abgeschafft. Bei den Golden Globes protestierte Hollywood „ganz in Schwarz“ gegen sexuellen Missbrauch im Zuge der MeToo- Kampagne. Die Hamburger Elbphilharmonie feierte gestern ihren ersten Geburtstag.
Unsere Rentner sollen mehr Geld erhalten und wir freuen uns auf die Titelverteidigung bei der Fussball- Weltmeisterschaft in Russland. Aber wir hörten auch von den Vereinten Nationen, dass die Welt Anfang 2018 von schwersten Konflikten erschüttert wird, wir eine der größten humanitären Krisen seit Ende des zweiten Weltkrieges (65 Millionen Menschen) haben und UN-Generalsekretär Antonio Guterres, "Alarmstufe Rot" ausgegeben hat.
 Fast zeitgleich hieß eine Schlagzeile „Meiner ist größer und mächtiger“! Gemeint sind die Atomwaffenknöpfe eines 34 jährigen Diktators und dem Präsidenten der mächtigsten Atommacht dieser Erde mit nahezu 2000 aktiven Spreng- köpfen.

Und das Gesetz zur Verbesserung der Rechtsdurchsetzung in sozialen Netzwerken (Netzwerkdurchsetzungsgesetz) fand erstmals „prominente“ Anwendung. Globalisierung, Digitalisierung - Die Welt rückt näher zusammen. --- Tatsächlich? Weltweit stehen wir offensichtlich „unserem gemeinsamen "Wir" im Wege“. Nicht nur bei der Regierungsbildung in Deutschland oder gar in der EU.
Nun gut, seit 08:40 Uhr heute Morgen steht fest, dass es zu einem Durchbruch bei den Sondierungsgesprächen der beiden großen Volksparteien kam und man sich auf ein 28-seitiges Papier geeinigt hat. Ich persönlich begrüße dies. Ob es zu einer großen Koalition kommt oder wir nochmals zur Wahlurne gebeten werden, bleibt dennoch abzuwarten. So oder so, die Chancen auf eine neue Bundesregierung in diesem Jahr stehen jedenfalls ganz gut.
An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern bedanken, die sich in den vergangenen Jahren in unserer Stadt engagiert haben und auch heute anwesend sind. Sie bilden das Fundament der Selbstorganisation der Wahl durch das Volk und sind daher die wichtigsten Träger des Wahlverfahrens. Vielen Dank für dieses besondere Engagement! Und ich denke, dies ist ein besonderer Applaus wert.
Mit Blick auf unsere Stadt ist zu sagen, dass wir weiterhin Fortschritte machen bei der Reduzierung des strukturellen Defizits im Zuge der Schuldenbremse. So werden wir unverändert durch den Kommunalen Entlastungsfond des Saarlandes finanziell unterstützt.

Die neuen Vorgaben für 2018 sind weiterhin fordernd und die Finanzsituation unserer Stadt lässt keine großen Sprünge zu. Dennoch haben sich unsere politischen Entscheidungen bezahlt gemacht. Die Pro-Kopf Verschuldung sank und gibt uns ab diesem Jahr 280T€ mehr Kreditspielraum für notwendige Investitionen wie noch in 2013.
Aber der Investitionsstau ist nicht nur in Ottweiler zu leugnen. Der ländliche und strukturschwache Raum braucht mehr finanzielle Unterstützung! Die beiden Investitionspakete für finanzschwache Kommunen durch den Bund sind dabei ein guter und richtiger Ansatz. Aber diesen Paketen müssen weitere Folgen. Und es muss auch eine Lösung mit dem Bund gefunden werden, wie die Städte und Gemeinden ihre Schuldenberge weiter abbauen können um wieder einen aktiven Handlungs- und Gestaltungsspielraum zu erhalten. Die Steuereinnahmen des Bundes sprudeln.

Und dieses Geld muss der Basis, den Städten und Gemeinden - unserer Bevölkerung - auch zur Verfügung gestellt werden.
Trotz aller Sparzwänge planen wir ab 2018 mit EU, Bundes- und Landesfördermittel runde 5 Mio € an Investitionen in un- sere Infrastruktur zu tätigen.

Im Wesentlichen wollen wir fünf große Dinge beginnen:

 

endlich mit der Sanierung des Bahnhofgebäudes und der Sanierung der Sport und Markthalle Im Alten Weiher beginnen, nachdem die finanziellen Mittel seit wenigen Wochen endlich bereitstehen.
Sanierungsarbeiten in beiden Grundschulen und der Kindertageseinrichtung Lehbesch stehen an,
1 Mio € werden wir wieder in die Kanäle investieren sowie runde 800T € in den Brandschutz.
Außerdem wird die Straßenbeleuchtung weiter auf LED umgestellt um noch weniger Energie zu verbrauchen,
und im Zuge der Barrierefreiheit sollten bereits 2017 mehrere Bushaltestellen umgebaut werden, hier stehen noch Fördermittel aus, auch dies soll 2018 umgesetzt werden.

Wie es mit der Barrierefreiheit der Fußgängerbrücke am Bahnhof durch die Deutsche Bahn weitergeht, wird sich bald zeigen. Dort sollen ja, unter anderem, zwei Aufzüge gebaut werden. Eigentlich 2018. Derzeit verschoben auf 2020. Warum? Insgesamt geht es um ganze 21 cm – bundesweit!
Und dieser Wahnsinn ist mir heute eine Minute wert, es zu erläutern.
Das Bahnsteighöhenkonzept der Deutschen Bahn wurde 2017 geändert. Alle Bahnstrecken, die in Fernverkehrsknoten münden, sollen bundesweit 76 cm Höhe aufweisen, da die Fernzüge diese Einstiegshöhe haben. Da unser Bahnhof über die sogenannte „Nahestrecke“ die Fernverbindungsknoten Saarbrücken und Mainz sowie Frankfurt anfahren, jedoch die gesamte Nahestrecke aus einer Bahnsteighöhe von 55 cm besteht und in Rheinland/Pfalz bereits alle barrierefrei mit diesem Maß ausgebaut sind, gibt es einen Konflikt zwischen der DB, den Ländern und dem Bund. Und dieser Konflikt zwingt uns zum Warten!
Mein Vorschlag wäre ganz einfach! An den drei Fernverbindungsknoten einfach zwei Gleise senken. Dann entstünden Kosten für sechsfachen Umbau und nicht Milliarden zum Umbau aller Bahnhöfe auf dieser Strecke! Wir werden sehen was das heutige Spitzengespräch im Bundesverkehrsministerium in Berlin mit allen Ländern und der DB bringt!
Etwas mehr als fünf Jahre bin ich in der Verantwortung! Den von mir eingeschlagenen Weg werde ich weiterverfolgen und ich bin unverändert bereit, mit ihnen allen und insbesondere mit den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen, Freundschaften zu schließen und unsere Stadt gemeinsam weiterzuentwickeln. Dem von unserem Bundespräsidenten erwähnten gemeinsamen „Wir“ stehe ich ganz sicher nicht im Wege.
Dies ist schon jeher meine Meinung.
Ottweiler – das sind wir alle! Es geht auf kommunaler Ebene nur miteinander, und gemeinsam werden wir das Beste für unsere Stadt erreichen.
Gemeinsam für Ottweiler, so habe ich mich um dieses Amt beworben.
Gemeinsam für Ottweiler – so möchte ich meine Rede beenden.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
abschließend danke ich all denen, die sich bereits aktiv an der Gestaltung unserer Stadt beteiligen, für Ihre Arbeit, für ihr bür-

gerschaftliches Engagement, für ihre ehrenamtliche Tätigkeit, den vielen helfenden Händen in karitativen und kirchlichen Organisationen, in Vereinen und Verbänden, in Rettungs- und Hilfsorganisationen oder in der Nachbarschaftshilfe in unserer Stadt.
Danksagen möchte ich an dieser Stelle auch allen Mit- arbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung Ottweiler. Alle waren stets engagiert, für unsere Bürgerinnen und Bürger das Beste zu tun. Bedanken darf ich mich bei unseren Sponsoren des heutigen Abends: der Reservistenkamerad- schaft Ottweiler für die Gulaschsuppe, der Karlsberg Brauerei und der Veranstaltungstechnik Heino Beck.
Besonders danke ich unserem Mitveranstalter, dem Heimat- und Verkehrsverein für die Unterstützung bei der Organisation und Durchführung der heutigen Veranstaltung. Der Getränkeerlös kommt diesem Verein und den Handballern des TVO zu Gute! Auch möchte ich mich bedanken bei unserer musikalischen Begleitung, der Kombo der städtischen Musikschule „Jazz for Fun“ unter der Leitung von Herrn Gerd Schäfer.

Selbstverständlich geht auch ein Dank an die Freiwillige Feuerwehr, die wieder einmal eine Brandsicherheitswache zu unserer Sicherheit abgestellt hat. Ihnen allen hier in diesem Kreis sowie allen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt wünsche ich ein erfolgreiches und in jeder Hinsicht glückliches Jahr 2017. Ich wünsche allen Gesundheit, Kraft und Zuversicht.
Für den heutigen Abend wünsche ich noch einen angenehmen Aufenthalt, viel Vergnügen und unterhaltsame Gespräche und möchte nun das Glas auf unsere Stadt erheben. Auf unsere Stadt Ottweiler.

Nachfolgend hieß Brigitte Meister, die 1. Vorsitzende des Heimat- und Verkehrsvereins der Stadt Ottweiler die Gäste willkommen. Sie ging auf eine Reihe von geplanten Aktivitäten ein – Events in der Altstadt und einen romantischen Abend. Die Rosenschnittkurse werden in Zukunft weiter angeboten.

Bericht und Bilder: Ralf Hoffmann - 17.01.2018


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Die Versorgung im Ostertal ist gesichert

Das Versorgungszentrum in Fürth ist nun komplett. Der Schwesternverband hat als letzten Teil des Komplexes nun die neue Arztpraxis übergeben. Das neue Versorgungszentrum im Ottweiler Stadtteil Fürth ist komplett: eine Arztpraxis vervollständigt neben der Pflegeeinrichtung und dem Senioren-Service-Wohnen das Angebot in der Ostertalgemeinde. Investor war der Saarländische Schwesternverband aus Ottweiler.

In vielen Dörfern schwindet die Infrastruktur und gerade für ältere Menschen wird es immer schwerer, das Leben auf dem Land zu organisieren. Mit Unterstützung der Stadt Ottweiler und der Gemeinde Fürth hat der Schwesternverband in den letzten Jahren ein bedeutendes Infrastrukturprojekt in der Gemeinde umgesetzt, wie es in einer Pressemitteilung weiter heißt. Auf dem Gelände an der Brückenstraße finden die Menschen aus Fürth und den benachbarten Ostertalgemeinden Wohnangebote, ein Pflegeheim und eine moderne Allgemeinarztpraxis.
Erster Baustein war das 2013 eröffnete „Haus am Mühlenweg“, das es den Senioren ermöglicht, in ihrer Heimat den Lebensabend zu verbringen, ganz familiär mit 72 Einzelzimmern im zeitgemäßen Wohngruppenkonzept. Das Haus entstand auf Anregung der Fürther Ortsrates. Als zweiter Bauabschnitt wurden direkt angrenzend acht seniorengerechte Bungalows errichtet. Diese werden an Senioren vermietet.

Im November eröffnete die Arztpraxis in einem eigens errichteten Gebäude nun ihre Türen. Auf rund 180 Quadratmetern können Dr. Kathrin Schneider und ihr Vater Dr. Klaus Schneider nun in optimal ausgestatteten, barrierefreien Räumen ihre Patienten betreuen. Im Zuge des Praxisneubaus wurden auch neue Parkplätze in der Straße „Am Mühlengarten“ angelegt.
„Der Schwesternverband setzt einen Schwerpunkt bei Projekten, die gerade im ländlichen Raum liegen“, erläutert Thomas Dane, Vorstandsvorsitzender des Saarländischen Schwesternverband. „Hier versuchen wir, zukunftsfähige Strukturen angesichts der demographischen Veränderungen zu schaffen.“
Otfried Ratunde, Ortsvorsteher von Fürth, freut sich, dass in Fürth, die medizinische und pflegerische Versorgung im Ort nun wohl auch langfristig gesichert ist. „Die Einrichtungen sorgen zusammen mit dem Kindergarten, dem Neubaugebiet und den vielen Gewerbebetrieben in Fürth dafür, dass unser Dorf jetzt und in Zukunft ein attraktiver Wohnort ist.“

Foto: Frank Steines, Saarbrücker Zeitung - 11.01.2018


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Ingo Jaudt begeistert Kinder für die Post

Angefangen hatte alles im Kindergarten in Urweiler bei St. Wendel. Da brachte der Briefträger Ingo Jaudt täglich Post vorbei – und feixte dann noch ein bisschen mit den Kindern. Die mochten das. Und alsbald kamen Rollenspiele dazu. „Wir haben dann Rotkäppchen und der böse Wolf gespielt – und die Kinder haben sich schon darauf gefreut, dass ich komme“, erzählt Jaudt. Auch als die Kinder Jahre später in die Grundschule wechselten, hielt der Kontakt zum lustigen Briefträger, den sie „Posti Ingo“ nennen. Denn der 45-jährige Zusteller begann, Kindern an Grundschulen bei der Formulierung von Wunschzetteln ans Christkind zu helfen. „Dazu gehört etwa die richtige Anrede und ein passender Schlusssatz“, erklärt Jaudt. Inzwischen sind es fünf Grundschulen in St. Wendel, Ottweiler, Oberlinxweiler und Fürth, wo er sich in Absprache mit der jeweiligen Schulleitung ehrenamtlich um die Kinder kümmert – und verdient macht dafür, dass das Briefschreiben nicht ausstirbt. Die Wunschzettel-Schreiben der Kinder werden ans Weihnachtspostamt im nordrhein-westfälischen Engelskirchen verschickt.

Damit nicht genug. Jaudt hat mittlerweile auch eine Sommerferien-Aktion mit dem Titel „Schreib dem Ingo“ an der Nikolaus-Obertreis-Grundschule in St. Wendel ins Leben gerufen. Dabei schreiben ihm die Kinder Briefe mit der schönsten Urlaubsgeschichte aus dem Urlaubs­ort oder auch von zu Hause. 336 Kinder hat die Grundschule, erzählt Jaudt. „Und 185 haben mir im vergangenen Jahr nach oder schon in den Sommerferien geschrieben“, berichtet er stolz. Die Preise, die es dabei zu gewinnen gibt, organisiert Jaudt bei spendenwilligen Firmen. „Ich gehe da immer jede Menge Klinken putzen“, erklärt er. Im vergangenen Jahr stellte die Kreissparkasse St. Wendel einen Gutschein im Wert von 200 Euro für den Europapark in Rust zur Verfügung. Das war der 1. Preis. Aber auch für alle anderen Kinder, die ihm im Rahmen der Aktion schreiben, erhalten ein kleines Geschenk. „Mich erfüllt es, mich vor eine Klasse zu stellen, sie zu begeistern und zum Lachen bringen“, sagt der 45-Jährige zu seinem Motiv. Und er will Kindern helfen. das sieht man nicht zuletzt auch daran, dass er zusätzlich noch jeden Montag Vorschulkindern vorliest.
Ingo Jaudt setzt sich derart sympathisch für das Fortleben und auch für die Lust am Lesen und Schreiben bei Kindern ein, dass eigentlich die Deutsche Post ihn zuallererst auszeichnen müsste. Nun tun es mit Freuden die Leser der Saarbrücker Zeitung.


Ingo Jaudt erklärt Kindern, wie die Post funktioniert

Foto: Tanja Jaudt, Bericht: Johannes Schleuning

Saarbrücker Zeitung – 10.01.2018


 

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